


Meine Geschichte – der Weg zu mir selbst
Auf den ersten Blick wirke ich wie ein positiver, lebensfroher Mensch, der fest im Leben steht. Und ja, ich liebe das Leben.
Doch mein Weg dorthin war kein leichter.
Viele Menschen glauben, mir sei vieles einfach zugefallen. Dass ich „Glück hatte“. Was sie nicht sehen: die inneren Kämpfe, die leisen Zweifel, die Momente, in denen ich mich selbst erst wiederfinden musste. Mein Leben war geprägt von Höhen und Tiefen, von Bergen, die ich erklimmen durfte, und Tälern, durch die ich gehen musste. Vielleicht passt genau deshalb das Bündnerland, meine Heimat, so gut zu mir.
Ich bin in Chur als zweites von fünf Kindern aufgewachsen, mit vier Schwestern, in einfachen Verhältnissen. Für mich war das selbstverständlich. Und gleichzeitig hat es mich tief geprägt: Ich habe früh gelernt, mit wenig auszukommen, Verantwortung zu übernehmen und den Blick für das Wesentliche nicht zu verlieren.
Die Trennung meiner Eltern machte mich stiller. Ich begann, mich zurückzuziehen und gleichzeitig intensiver hinzuschauen. Schon als Kind wollte ich verstehen, warum Menschen so fühlen und handeln, wie sie es tun. Besonders dann, wenn ihr Verhalten für mich keinen Sinn ergab.
Prägende Momente aus dieser Zeit sind mir bis heute geblieben:
Meine Mutter brachte manchmal kleine Papierschnipsel mit nach Hause. Darauf standen Gedanken, Sorgen und innere Nöte von Jugendlichen. Ich habe diese Zettel gesammelt, immer wieder gelesen und wie einen Schatz gehütet. Es hat mich tief berührt, was Menschen in sich tragen, oft im Verborgenen und still Leidend.
Dort begann meine Reise.
Was zuerst jugendliche Neugier war, entwickelte sich mit den Jahren zu echtem Interesse für Psychologie und menschliche Prozesse. Bücher, Ausbildungen (PFP HF) und vor allem die Begegnung mit Menschen vertieften dieses Verständnis immer mehr.
In meiner Arbeit, insbesondere in der Psychiatrie, wurde mir irgendwann klar, warum mich dieser Weg so stark berührt: Viele Themen, mit denen andere kämpfen, waren mir nicht fremd. Gefühle wie Angst, unkontrollierte Wut, Trauer oder emotionale Überforderung kannte ich aus meinem eigenen Leben.
Und genau darin liegt heute eine meiner grössten Stärken.
Ich weiss, wie es sich anfühlt, wenn etwas im Inneren keinen Platz findet. Wenn alte Erfahrungen nachwirken, manchmal leise, manchmal überwältigend. Themen wie alltägliche Trauma (psychiatrische Traumata gehören in Hände von geschultem Fachpersonal), emotionale Überforderung, innere Anspannung oder das Gefühl, nicht ganz „bei sich“ zu sein, begegnen mir nicht nur in der Theorie, sondern auch aus eigener Erfahrung.
Es gab Zeiten in meinem Leben, die von intensiven Emotionen geprägt waren, von Wut, Trauer und innerer Unruhe. Reaktionen, die ich damals nicht einordnen konnte. Rückblickend weiss ich: Vieles davon hatte seinen Ursprung in unverarbeiteten Erlebnissen, in gespeicherten Spannungen im Körper und in inneren Anteilen, die gesehen werden wollten.
Ich habe gelernt, dass Trauma nicht immer laut ist. Manchmal zeigt es sich leise, in Form von Anspannung, Rückzug, körperlichen Symptomen oder dem Gefühl von Ohnmacht. Und ich habe erfahren, dass Heilung möglich ist.
Durch meine intensive Auseinandersetzung mit mir selbst, unter anderem mit Transaktionsanalyse ®, Logosynthese ® und weiteren Methoden, begann ich, meine Geschichte neu zu verstehen. Ich habe gelernt loszulassen, innere Anteile zu integrieren und meine Energie wieder zu mir zurückzuholen.
Heute bin ich ruhiger, klarer und freier.
Ich sehe mich nicht mehr als Opfer meiner Umstände, sondern als Gestalterin meines Lebens. Mein innerer Kritiker ist leiser geworden, und mein Vertrauen in mein eigenes Gefühl ist gewachsen.
Auch Themen wie frühkindliche Bindungsstörung, Co-Abhängigkeit bei Narzissmus, oder das starke Bedürfnis, für andere da zu sein, haben mich geprägt. Ich weiss, wie schnell man sich selbst dabei verlieren kann und wie wichtig es ist, wieder in die eigene Kraft zurückzufinden.
Mit 45 Jahren habe ich mich bewusst entschieden, meinem inneren Ruf zu folgen. Ich wollte nicht länger nur verstehen, ich wollte mein Wissen vertiefen und weitergeben.
Ich begann die Ausbildung zur psychosozialen Beraterin in Logosynthese ® in Bad Ragaz ( logosynthese.ch ) und habe mich zusätzlich in psychosomatischer Energetik ( https://www.igpse.ch/de/ )weitergebildet. Es war ein Schritt aus meiner Komfortzone, verbunden mit Unsicherheit, aber auch mit viel Mut.
Heute weiss ich: Es war genau richtig.
In meiner Arbeit heute begleite ich Menschen achtsam, ehrlich und auf Augenhöhe. Ich höre zu, stelle die richtigen Fragen und unterstütze dabei, innere Blockaden zu lösen und wieder in Verbindung mit sich selbst zu kommen.
Auch Themen wie unerfüllter Kinderwunsch, frühkindliche Prägungen oder das Phänomen des „verlorenen Zwillings“ können dabei eine Rolle spielen, oft unbewusst, aber mit grosser Wirkung auf das Leben im Hier und Jetzt.
Was mich dabei leitet, ist die Überzeugung, dass jeder Mensch die Fähigkeit zur Veränderung in sich trägt. Resilienz, also die innere Widerstandskraft, ist nichts, was man entweder hat oder nicht hat. Sie kann wachsen. Schritt für Schritt.
Und manchmal beginnt alles mit einem einzigen Moment: dem ehrlichen Hinschauen.
Mein Weg hat mich zu dem Menschen gemacht, der ich heute bin.
Und genau darin liegt meine Stärke.
Meine Prüfungen folgen 2027, doch meine Kompetenz basiert nicht nur auf Abschlüssen, sondern auf gelebter Erfahrung, kontinuierlicher Weiterbildung und echter Begegnung. Seit Januar 2026 habe ich mit meinem Lebenspartner eine eigene Praxis in Zizers.
Diesen Schritt aus der Komfortzone zu wagen, war nicht einfach.
Aber es war absolut richtig.
Dankbarkeit
Ich bin nicht allein gegangen.
Unterstützung habe ich von:
- meinem Arbeitgeber Spitex Chur und dem APP Team
- meinem Lebenspartner Bruno Jegi
- meiner Familie und Geschwister
- meinen Freunden Gabriela Vanessa Daniela Manuela Heidi Ramona
- und vielen wertvollen Wegbegleitern unter anderen Patrizia und Christin
Dafür bin ich zutiefst dankbar.
Meine Lebensmottos
„Es git kei Problem – nur Lösige. Und mängisch passt d Lösig denn nüm zum Problem.“
„Lächeln ist die schönste Art, Zähne zu zeigen.“
Meine Themen – verständlich erklärt
Die folgenden Themen prägen meine Arbeit und sind oft eng mit meiner eigenen Geschichte verbunden. Vielleicht erkennen Sie sich in dem einen oder anderen Punkt wieder.
Trauma (nicht psychiatrische Traumata)
Ein Trauma entsteht durch ein überwältigendes Erlebnis, das nicht vollständig verarbeitet werden konnte. Es bleibt im Körper gespeichert und zeigt sich oft über körperliche oder emotionale Symptome.
Typisch sind:
- chronische Anspannung
- Taubheit oder Erstarrung
- Gefühle von Ohnmacht oder Hoffnungslosigkeit
In solchen Momenten „spaltet“ sich ein Teil des Bewusstseins ab, ein Schutzmechanismus, der kurzfristig hilft, langfristig jedoch Energie bindet. Hier setzt Logosynthese ® unterstützend an.
Logosynthese
Logosynthese ist ein moderner Ansatz zur Veränderung, der verschiedene psychologische Methoden verbindet:
- Psychoanalyse
- NLP
- Hypnotherapie
- Transaktionsanalyse
- Energiepsychologie
Ziel ist es, gebundene Energie zu lösen und wieder ins Hier und Jetzt zu bringen.
Der verlorene Zwilling
Ein oft unterschätztes Phänomen:
Pränatale Verluste, insbesondere ein verstorbener Zwilling im Mutterleib.
Mögliche Folgen können sein:
- tiefe Verlustängste
- das Gefühl, nicht „richtig da zu sein“
- starke Existenzängste
- das Bedürfnis, „für zwei zu leben“
Diese Themen sind oft unbewusst, aber tief wirksam.
Unerfüllter Kinderwunsch
Wenn trotz regelmässigem, ungeschütztem Geschlechtsverkehr über ein Jahr keine Schwangerschaft eintritt, spricht man von unerfülltem Kinderwunsch.
Die emotionale Belastung ist enorm:
- Stress
- Traurigkeit
- Isolation
- Kontrollverlust
Ein Thema, das viel mehr Raum verdient, als es oft bekommt.
Legasthenie & körperliche Einschränkungen
Legasthenie ist eine anhaltende Schwierigkeit im Umgang mit geschriebener Sprache.
Sie hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern mit der Verarbeitung von Sprache.
Menschen mit Legasthenie:
- denken oft anders
- nehmen Dinge anders wahr
- entwickeln häufig besondere Stärken in anderen Bereichen
Co-Narzissmus & toxische Beziehungen
Toxische Beziehungen entstehen oft aus einem Ungleichgewicht:
- ein dominanter Part
- ein anpassender, stark empathischer Part
Co-narzisstische Menschen:
- stellen die Bedürfnisse anderer über ihre eigenen
- vermeiden Konflikte
- sehnen sich danach, gebraucht zu werden
Das kann langfristig zu emotionaler Erschöpfung führen.
Mobbing
Mobbing ist psychische Gewalt – wiederholt und systematisch.
Es kann überall stattfinden:
- Familie
- Schule
- Arbeitsplatz
- Internet
Die Auswirkungen sind oft gravierend – werden jedoch gesellschaftlich noch immer unterschätzt.
Resilienz – innere Stärke
Resilienz bedeutet:
Die Fähigkeit, Krisen zu bewältigen und daran zu wachsen.
Die 7 zentralen Säulen sind:
- Selbstwahrnehmung
- Selbstregulation
- Optimismus
- Akzeptanz
- Lösungsorientierung
- soziale Verbundenheit
- Zukunftsorientierung
Es geht darum, ein Leben zu führen, das sich stimmig anfühlt.
Volition – die Kraft der Umsetzung
Volition beschreibt die Fähigkeit, Ziele nicht nur zu haben, sondern sie auch umzusetzen.
Das bedeutet:
- dranzubleiben Widerstände zu überwinden
- bewusst zu handeln
Nicht nur wissen, sondern tun.
